Die Mitwirkenden

Initiatorin der Edition Arthof ist die Literatin Marlen Schachinger, die projektbezogen  verschiedene Kreativschaffende um sich herum schart, um innovative, neue Wege in der Literaturlandschaft zu beschreiten.

Folge uns auf diesem Pfad und tritt mit uns in Dialog!

Verlegerin

Dr.in Mag.a Marlen Schachinger 

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Promovierte Literaturwissenschafterin und freiberufliche Autorin, die für die Literatur brennt. Deshalb arbeitet sie außerdem als Bloggerin, Dozentin für Literarisches Schreiben & Poetik, als Regisseurin, fallweise sogar als Übersetzerin, und seit April 2022 eben auch als Geschäftsführerin des Verlags »Edition Arthof«. 
Literatur, davon ist Schachinger überzeugt, ist in all ihren Spielarten derart mannigfaltig und faszinierend, dass ein Leben in der literarischen Landschaft niemals eintönig werden kann.

Lektorin

Nadine Kube M. A.

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Unter ihrem Label [txt]werkstatt arbeitet Nadine Kube konzeptionell und schreibend rund um das Thema Storytelling. Sie liebt es, rote Fäden zu verflechten, und hat sich in ihrem Schaffen der Kunst der Narration und Kommunikation verschrieben. 

So ist sie seit 2009 als Marketing-Managerin, Content-Strategin und Redakteurin tätig sowie als freie Texterin, Lektorin und Übersetzerin. Parallel dazu agiert sie als Dozentin und Coach für Web Writing, Storytelling und literarisches Schreiben. 
Ihr Motto: »Identität braucht eine Sprache.«

Für die Edition Arthof fungiert sie auch als Web Nerd und Content Lady.

Unsere Autor*innen von A bis Z

Corinna Antelmann

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Judith Auer

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Katharina Goetze

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Andrea Grill

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Rebecca Heinrich

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Elisabeth R. Hager

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Silvia Hlavin

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Marianne Jungmaier

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Julia D. Krammer

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Ursula Laudacher

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Clarissa Lempp

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… wurde 1981 am Bodensee geboren. Sie wuchs in dieser schönen Landschaft auf dem Dorf auf. Hier gab es viele Äpfel und Zeppeline. Für das Studium und das Leben ging sie in die Stadt.
Dort befasste sie sich zunächst mit den Studien der Sozialen Arbeit. Hiernach folgte ein Master in Gender Studies mit Fokus auf Queer Studies an der Humboldt-Universität in Berlin und an der University of Sussex in Brighton. Inzwischen lebt sie seit vielen Jahren in Berlin, genießt das Seinkönnen und all die Widersprüchlichkeiten.

Clarissa Lempp ist als Autorin, Texterin und Dozentin tätig. Sie schreibt Filmkritiken für Magazine und Kurzgeschichten über Identität, Gender, Dörfer und Städte. In Bildwelten und grenzüberschreitender Kommunikation findet ihr Blick das Unausgesprochene im Dazwischen – den feinen Unterschied zwischen Ismus und Empowerment.
2020 stand sie auf der Longlist des FM4 Wortlaut Wettbewerbs und veröffentlichte Kurzgeschichten u. a. bei Zvona i Nari (Kroatien), Leopardskin&Limes (Berlin/Kanada) und Hot Topic (Leipzig).

Clarissa Lempp ist mit ihrem Text »Ein Dorf durchqueren« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten. 

Melamar

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Sofie Morin

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… wurde 1972 in Wien geboren, wo sie im verlöschenden Jahrtausend zwei Studien abgeschlossen hat, die nach Auffassung ›vernünftig denkender Menschen‹ gar nicht zusammenpassen: Verhaltensforschung und Philosophie. Sie selbst möchte daran glauben, dass der rote Faden, der dies mit dem Schreiben verbindet, das genaue Hinschauen ist. Auf Mitgeschöpfe, fremde Gedankengänge, eigene Zeilen – und bei alldem auch immer auf das aufregend flimmernde Dazwischen.
An der Hand von Denkerinnen wie Julia Kristeva, Judith Butler und Donna Haraway hat sie sich der Herausforderung des Fremdseins gestellt und sieben Jahre im französischen Sprachraum zugebracht.

Heute lebt sie in einem kleinen Dorf bei Heidelberg, wo ihr die Kinder über den Kopf wachsen und Steine im Wald an die Poesie verloren gehen.
Unlängst hat sie auf einem Podium zum Thema ›Weibliches Schreiben‹ behauptet, dass sie es zwar ablehne, ästhetische Unterschiede anzunehmen, die sich in Geschlechterzuordnungen begründen ließen, das Weibliche (zu) Schreiben aber unabdingbar sei. Der Austausch mit anderen Frauen gehört für sie zur literarischen Praxis. Im poetischen Diskurs fühlt sie sich wahrhaftig. So in dem Band ›Schwestern im Vers. Zwiesprachen zwischen Morgen und Frausein‹, der im Dialog mit Dorina Marlen Heller entstand und im Herbst 2022 erscheint.

Sofie Morins Vorfahrinnen mögen sich, wie die Woolf, Steine in die Kleider genäht haben, sie aber ist wild entschlossen, auch Kompliziertes wie Frieden und Frausein unbeschwert zu leben. In Prosa kleidet sie sich, während die Lyrik zum Trocknen im Wind weht.

Sofie Morin ist mit ihrem Text »Randerscheinung« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten.

Cordula Nossek

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Karin Peschka

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Sophie Reyer

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… wurde in Wien geboren und lebt in Baden. Sie liebt Sterne und Schildkröten – und mit einer Schildkröte teilt sie sich auch ihren Garten. 
Zu ihren wichtigsten frühen Publikationen zählen ›geh dichte‹ (Lyrik, EYE- Verlag 2005), ›vertrocknete vögel‹ (Roman, Leykam 2008), ›baby blue eyes‹ (Roman, Ritter 2008),›binnen‹ (Lyrik, Leykam 2010), ›flug (spuren)‹ (Leykam 2012), ›die gezirpte zeit‹ (Lyrik, Berger- Verlag 2013) und ›Marias. Ein Nekrolog‹ (Prosa, Ritter 2013).
2010 erhielt Sophie Reyer sowohl den ›Master of Arts‹ in Komposition/Musiktheater als auch ihr Diplom in ›Szenisch Schreiben‹ bei uniT. Seit 2018 ist sie Doktorin der Philosophie für Sprachkunst und Drehbuch-Autorin an der KHM Köln. 

Zu ihren wichtigsten Preisen zählen der Literaturförderungspreis der Stadt Graz sowie der Manuskripte-Förderungspreis. 2017 entstanden die Theaterexte ›vogelglück‹, ›baumleberliebe‹, ›hundpfarrer‹ und ›Anna und der Wulian‹ (S. Fischer- Verlag). 2019 war sie auf der Shortlist für den Österreich Buchpreis. Zuletzt erschienen die Werke ›Clara und ihre Morde‹ (Emons – Verlag) und ›1431‹ (Czernin- Verlag). 
Sophie Reyer ist Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich.

Sophie Reyer ist mit ihrem Text »Dorfgespräche« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten. 


Zur Website von Sophie Reyer

Marlen Schachinger

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… wurde im Dezember 1970 frühzeitig und während eines Schneesturms geboren – wohlgemerkt: der österreichischen Variante desselbigen, und wie alles hierzulande kommt auch so ein Schneesturm ein bisschen verhaltener daher als anderswo, ein bisserl gemütlicher eben. Dennoch genügten die Böen, dass der Rettungswagen am See entlang schlingerte und beinahe in einer Schneewehe zum frühzeitigen Ende seiner Fahrt gekommen wäre. Und der Wind blies dem Kind, das gerade geboren wurde, in jener Nacht seine Lebenskraft und sein Temperament zu, wehte sie zum Trotzdem und nährte den unbändigen Wunsch, dieses Leben kraftvoll zu gestalten.

Nicht nur, dass bereits ihre Geburt mit einer Geschichte begann, wuchsen diese auch mit ihr, nährten sich am Klang der Wörter in Gedichten, verzweigten sich in der Lektüre in alle Himmelsrichtungen, schufen Universen und Bildwelten, wurden Klangraum und Lebensmittel.
Und weil Marlen Schachinger ist, wer sie ist, will sie sehen, was vor sich geht, will Welt in ihrem Sein und ihrem Könnte umfassen, will gestalten. Sei es in ihren Büchern, in ihren Filmen, sei es in fremden Sprachwelten, die sie in ihrer eigenen zum Tönen bringt oder in den Erzählungen anderer, denen sie zur Welt verhilft. Da dies alles auch einen Boden braucht, studierte sie Komparatistik und Sprachen. Wer aber seine Gedanken mit dem Wind ziehen lässt, tut gut daran, nährende Erde unter den Füßen zu haben. Deswegen betreut sie auf ihrem Hof in Kleinbaumgarten Gemüse-, Obst- und Beerengarten, versorgt eine stetig wachsende Tierschar.
So erzählt, liest, liebt, lebt sie auf ihre Art: nachsinnend, wissbegierig, manchmal durchaus auch mit der Leidenschaft des Windes, dem sie von Kindheit an zugetan ist.

Zuletzt erschienen: ›Arbeit statt Almosen‹ (Doku), ›Fragmente: Die Zeit danach‹ (2020), ›Kosovarische Korrekturen‹ (2019), ›Requiem‹ (2018), ›Martiniloben‹ (2016). Schreibend setzt sich die promovierte Literaturwissenschaftlerin auch mit den Werken anderer in ihrem Blog ›Mitlese‹ oder in Einzelpublikationen auseinander.
Zahlreiche Literaturpreise und -stipendien, zuletzt war sie als Stadtschreiberin in Magdeburg tätig und durfte diesen Ort und seine Menschen in Worte fassen. Als Dozentin für literarisches Schreiben will sie in Workshops – u. a. am Institut für Narrative Kunst Niederösterreich – Menschen zur Sprache bringen und die Liebe zum gestalteten Erzählen nähren.

Marlen Schachinger nahm an der Aktion »Arbeit statt Almosen« teil, ihr Beitrag erschien in der Anthologie »Fragmente: Die Zeit danach«. Ferner ist sie mit ihrem Text »Webe dem Horizont sein funkelndes Band« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten. 



Zur Website von Marlen Schachinger

Sara M. Schachinger

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… wurde im Dezember 1992 geboren. Aufmerksame erkennen nicht nur eine Namensgleichheit mit Marlen Schachinger, sondern zusätzlich eine Wiederholung des Geburtsmonats. Diese Achtsamen müssen dennoch korrigiert werden: Nicht nur Monat, sondern auch Tag teilt sich Sara M. Schachinger mit ihrer Mutter Marlen.

Aufgewachsen umgeben von Büchern, verfasste Sara M. Schachinger ihr erstes Werk 1999 im ›Selbstverlag‹ mit einer Auflage von vier Exemplaren, die der Drucker am Schreibtisch ihrer Mutter in die Welt entließ. Nach einer Zeit der ›Selbstfindung‹, inklusive abgebrochenem Jusstudium und einer längeren Reise nach Indien – des Essens und der Liebe wegen, doch das Beten gänzlich ignorierend –, wechselte sie zur Politikwissenschaft, um Werkzeuge zum Hinterfragen von Strukturen zu erhalten.
Die Liebe zur Literatur, zur schreibenden Reflexion der Welt blieb ihr, vielleicht auch des zweiten Vornamens wegen, der ihr im Andenken an Milena Jesenská, Literatin, Journalistin, Übersetzerin und Widerstandskämpferin, gegeben wurde.
Beide Einflüsse, derjenige der Namensvetterin, ebenso wie die Erkenntnisse ihres Studiums, zeigen sich in Sara Milena Schachingers Schreiben im genauen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen und im kritischen Wahrnehmen von Machtstrukturen.

Sara Milena Schachinger nahm an der Aktion »Arbeit statt Almosen« teil, ihr Beitrag erschien in der Anthologie »Fragmente: Die Zeit danach«. Ferner ist sie mit ihrem Text »Am Rande des Dorfes der Mais« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten.

Siljarosa Schletterer

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Bettina Schwabl

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… liebt seit jeher Sprache in all ihren Erscheinungsformen, sei es im gesprochenen oder im geschriebenen Wort. Diese Liaison ist ihr bis heute eine Herausforderung, denn Sprache spielt gerne mit uns Menschen. Sie verbirgt sich, lockt, entzieht sich, will stets aufs Neue entdeckt werden, und glaubt man sie erkannt zu haben, überrascht sie ein weiteres Mal. Sodass es dem Sprechenden, dem Lesenden, dem Schreibenden, nie langweilig wird mit ihr. Das Wesen der Sprache kennt eine organische Struktur, die wesentlich größer ist als ein einzelner Mensch; sie ist die Verbindung zwischen den Menschen, komplex und facettenreich.

Bettina Schwabl ist mit ihrem Text »Ein Dorf wie Zucker« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten. 

Angelika Stallhofer

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Isabella Straub

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Exil und Refugium. Ein Exil wird einem aufgezwungen, ein Refugium wählt man selbst aus. In ein Refugium dürfen wir uns, in ein Exil müssen wir uns retten. Im übertragenen Sinne sind das die Pole jeder Existenz: Was bedroht, was beschützt uns? Und wo befinden sich die Zwischenzonen, die Ränder, dort, wo eins ins undefinierte andere übergeht wie bei den verpixelten Ausläufern einer computergenerierten Landschaft? Wenn jeder Ort Exil ist, wenn es keine Refugien mehr gibt, dann fallen wir aus allen Zusammenhängen in die Leere zwischen den Sternen.

Isabella Straub interessieren diese Fragen: Wie leben wir und wo (und warum)? Welchen Einfluss haben Orte und so genannte ›Nicht-Orte‹ (›non-lieu‹ nach Marc Augé) auf uns? Und wie kann die Kunst uns retten? Zeitgenössische Kunst – ihr zweites großes Interesse.

Drei Romane geschrieben, die sich im weitesten Sinne jeweils mit Orten und dem existenziellen Prekariat beschäftigen (›Südbalkon‹, ›Das Fest des Windrads‹, ›Wer hier schlief‹). Zahlreiche Stipendien, u. a. vom Deutschen Literaturfonds, BMUKK, Residenzstipendium der Roger-Willemsen-Stiftung. Walter-Serner-Preis, Wortlaut-Preis, Deutscher Kurzgeschichtenpreis, Debüt der Erfurter Herbstlese. Shortlists: Alfred-Döblin-Preis, Wortmeldungen, Bremer Literaturpreis, Franz-Tumler-Preis …

Isabella Straub ist mit ihrem Text »Rechts abbiegen, um auf Gnadendorf zu bleiben« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten.

Zur Website von Isabella Straub

Antje Rávik Strubel

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Katharina Tiwald

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Renate Welsh

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Daniel Zipfel

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Geboren 1983 in Freiburg im Breisgau, lebt Daniel zwei Leben: Als Jurist vertritt er Flüchtlinge im Asylverfahren, als Schriftsteller erzählt er von Vernunft und Gerechtigkeit, von dem menschlichen Versuch, die Geschicke der Welt lenken zu wollen. Naturgemäß berühren sich die beiden Sphären immer wieder, kollidieren funkensprühend, hält Prägnanz ins Literarische Einzug, ins Juristische das Interesse an den Geschichten der Menschen. 

Inmitten der Flüchtlingskrise 2015 erschien Daniel Zipfels Debütroman ›Eine Handvoll Rosinen‹ über den Konflikt eines Schleppers und eines Fremdenpolizisten. Im März 2020, zu Beginn der Pandemie, beschäftigte sich sein zweiter Roman ›Die Wahrheit der anderen‹ mit Medien und der Wahrnehmung von Wirklichkeit. Was sonst sollte Literatur tun, als die Tiefen auszuleuchten? Daniel Zipfel lebt und arbeitet in Wien.

Daniel Zipfel ist mit seinem Text »Der Galgenberg« in der Anthologie »Wort an Wort: Berührung« vertreten. 

 


Zur Website von Daniel Zipfel